Finalisten

13 Betriebe konkurrieren im Finale um den 7. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken. Der Gewinner wird bei der Preisverleihung am 13. März 2019 auf der Internationalen Handwerksmesse in München bekannt gegeben und gekürt. Unter den Finalisten sind diese Handwerksunternehmen:

Elektro Schneider GmbH, Kißlegg
Vor 100 Jahren als Flaschnerei gegründet, macht Elektro Schneider heute alles, was mit Elektroinstallation und Informationstechnik zu tun hat. 2002 haben sie Elektro- und Systemhaus zusammengelegt. Neben der klassischen Elektroinstallation kümmern sie sich um Automatisierungstechnik, im IT-Bereich planen und installieren sie Kommunikations- und Videoüberwachungssysteme oder Alarmtechnik. Sie betreuen auch Fachhändler. Alles mit 24 Stunden-Kundendienst.

Unterstützt von der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg baut der Betrieb und will seine fünf Standorte 2019 in den ressourceneffizienten Neubau umziehen. Dort sparen eine Erdwärmesonde, LED-Beleuchtung und ein zentraler Aus-Schalter Energie. Der gesamte Bau wird SMART gesteuert, ein selbst entwickeltes Energiemanagementsystem analysiert das Nutzerverhalten und stellt einen Bedarfsplan auf. Der Betrieb arbeitet schon jetzt digital, im Neubau sollen Rechner, Produktion, Gebäude und Lager mit selbst programmierten Schnittstellen vernetzt werden. Beispielsweise bekommen Mitarbeiter, Monteure und Lieferanten Zugang über Fingerabdruck und Sensoren; das regelt die Telefonanlage. Die Montagezettel sind ebenso digital wie Anleitungs- und Erklärvideos für die Kunden. Für Eigenprogrammierungen von Telefonanlagen hat Geschäftsführer Florian Schneider schon zwei Hackathons gewonnen. Sein nächstes Meisterstück soll der Neubau werden.

Rund ein Drittel der Belegschaft sind Azubis, darunter auch ein syrischer Flüchtling. Zu den insgesamt ca. 40 Mitarbeitern sollen nach dem Umzug noch mindestens fünf neue eingestellt werden. Beim Nachwuchs setzt Elektro Schneider auf Ausbildung: Florian Schneider ist IHK-Prüfer und Dozent für Digitalisierung bei der Handwerkskammer. Er wirbt auf Facebook aktiv um Auszubildende und schickt sie während der Lehrzeit zum Austausch in andere Betriebe. Für die Mitarbeiter gibt es regelmäßige Fortbildungen, der Betrieb bietet Kunden aber auch selbst Weiterbildungen zu Digitalisierung an.

Mehr zu Elektro Schneider: www.elektroschneider.de

Stegerer GmbH Metallbau, Regenstauf
20 Jahre nach Gründung übernahm Stegerer Metallbau 2018 Anteile eines anderen Metallbauers in der Region München. Bei der Finanzierung der Übernahme half die Bürgschaftsbank Bayern. Das Unternehmen baut Treppen, Balkone, Geländer, Zäune, Tore oder Überdachungen und gehört zu den Spitzenbetrieben in Bayern, bei denen die Arbeitsabläufe so weit wie möglich computergestützt sind. Seit 2004 macht Stegerer Metallbau 3D-Konstruktionen, 2012 das erste reale 3D-Objekt, heute ist 3D-Technik im gesamten Produktionsprozess Standard. Die Kommunikation des Unternehmens läuft zu 90 Prozent interaktiv über Smartphones, Daten werden über Cloud und Rechenzentrum des Betriebs ausgetauscht. Auf Baustellen nutzen die 40 Mitarbeiter 3D-Laserscanner zum Aufmessen, im Büro können sie Baustellen mit VR-Brillen begehen. Kunden bekommen Modelle aus dem 3D-Drucker und interaktive Projektionen auf Baustellen mit Mixed Reality-Brillen.

Die Mitarbeiter bekommen Zeit, Innovationen zu entwickeln. 90 Prozent ihrer Vorschläge werden umgesetzt. Neben Freiräumen für Innovationen gibt es Schulungen für alle, auch die beiden Geschäftsführer Ingo Lederer und Alexander Artes investieren viel Zeit in Fortbildungen. Dafür wurde das Unternehmen 2018 zum dritten Mal in Folge als eines der innovativsten Unternehmen in Deutschland mit dem Top 100 ausgezeichnet. Dazu kam der Digital Brand Award.

Das Unternehmen arbeitet eng mit allen Schulen und dem Berufsförderungswerk zusammen, um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzusteuern. Stegerer Metallbau sponsert örtliche Vereine oder Einrichtungen und fördert ein E-Fahrzeug für die Gemeinde mit vergünstigten Tarifen. Auch für den eigenen Betrieb ist ein Energiemanagementsystem geplant.

Weitere Informationen unter: www.stegerer.de

Marina Zehdenick am Prerauer Stich GmbH, Zehdenick
Seit zehn Jahren betreibt Dirk Fengler eine Marina in Zehdenick. 2017 finanzierte das Unternehmen mit Hilfe einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank Brandenburg den Kauf eines Wassergrundstücks. Dort baut Geschäftsführer Fengler eine Steganlage mit eigenem Kran, Büro- und Gästezentrum. Damit kann er künftig ganzjährig Handwerksleistungen wie die Wartung und Instandhaltung oder Reparatur von Booten und Yachten anbieten. Außerdem erweitert er seine Kapazitäten um zusätzliche Liegeplätze. Bis 2020 plant er drei neue Arbeitsplätze in der Werkstatt und im Service.

Die Marina ist spezialisiert auf Stahlyachten der Linssen-Werft und neben einem weiteren Service-Point in Deutschland konkurrenzlos. Die Nachfrage steigt, alle Buchungen werden online abgewickelt. Dirk Fengler und seine Mitarbeiter betreuen Kunden aus ganz Deutschland und fördern Handel und Gastronomie in einer strukturschwachen Region. Sie arbeiten auch mit der Behindertenwerkstatt zusammen und fördern andere Projekte in der Region.

Mehr auf: www.marina-zehdenick.de

Thein Brass OHG, Bremen
Nach Chemiestudium und Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher begann Olav Brandt bei Thein Brass. 2003 wurde er Werkstatt- und Produktionsleiter, 2007 machte er seinen Meister. 2015 löste er einen der beiden Brüder Thein, die das Unternehmen 1974 gegründet hatten, in der gemeinsamen Geschäftsführung ab. Die Bürgschaftsbank Bremen unterstützte ihn bei der Übernahme der Anteile. Durch Umstrukturierungen schuf Brandt vier neue Arbeitsplätze. Das Unternehmen bildet aus und bildet die eigenen Mitarbeiter vor allem intern weiter.

Thein Brass hat sich soweit möglich digitalisiert: Rechnungen werden online versandt, Werkstatt und Büro sind vernetzt, das Unternehmen präsentiert sich auf Facebook, betreibt einen eigenen YouTube-Kanal und hat eine eigene App entwickelt. Als Instrumentenbauer bleibt für den Betrieb aber der persönliche Kontakt zu Musikern zentraler Teil des Geschäfts.

Olav Brandt ist seit Herbst 2017 Obermeister der Innung des Musikinstrumentenmacher-Handwerks in Bremen. Sein Ziel ist es, die Tradition des Instrumentenbaus zu bewahren. Dafür lässt er seine Azubis das Unternehmen auf Handwerksshows präsentieren und versucht so, neue Lehrlinge zu finden. Außerdem fördert er die Zusammenarbeit zwischen den Innungsmitgliedern, bemüht sich um neue Mitglieder und die Stärkung des Standorts Bremen für Musikinstrumentenbau.

Mehr Informationen unter: www.thein-blechblasinstrumente.de, auf Facebook oder YouTube

Schaarschmidt Bestattungen, Hamburg
Mit 27 machte sich Janna Schaarschmidt-Davids 2016 im Hamburger Stadtteil Wandsbek als Bestatterin mit einem eigenem Unternehmen selbstständig. Sie hatte eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft gemacht und brachte Erfahrung aus anderen Unternehmen der Branche mit. Die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg  unterstützte sie bei dem Schritt in die Selbstständigkeit mit einer Bürgschaft für den Kredit ihrer Hausbank.

Nach der Gründung stellte sie bei Schaarschmidt Bestattungen Mitarbeiter ein und bildet eine Bestattungsfachkraft aus, die beim Wettbewerb „Azubi des Jahres“ der Hamburger Handels- und Handwerkskammer unter die ersten 20 gekommen ist. Schaarschmidt-Davids plant für ihre Mitarbeiter weitere Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Sie selbst machte noch ihren Betriebswirt des Handwerks und wurde 2017 mit dem Hamburger Handwerkspreis ausgezeichnet.

Die Bestatterin zeigt sich engagiert: Ob als Gemeindemitglied in ihrem Stadtteil oder im Kontakt zu anderen Kirchengemeinden, Hospizen, Alters- und Pflegeheimen oder Friedhöfen. Sie bietet Bestattungen in und um Hamburg. Neben klassischen Leistungen ist sie über eine Internetseite zu erreichen, ist in den sozialen Medien aktiv, schreibt Blog-Einträge und bietet innovative Produkte wie einen digitalen Nachlass an. Damit hat sie sich ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Neben ihrem eigenen Unternehmen engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorstandsmitglied der Hamburger Junioren des Handwerks.

Mehr unter: www.schaarschmidt-bestattungen.de oder auf Facebook

GAMPE.Druck+Medien, Bergen auf Rügen
Jörg Gampe ist mit der Druckerei seiner Eltern auf Rügen groß geworden. Er machte eine Ausbildung zum Schriftsetzer, arbeitete in der elterlichen Druckerei als Mediengestalter und wurde Meister. Trotzdem wollte er vom Betrieb nur einzelne Mitarbeiter und Maschinen übernehmen als die Eltern in den Ruhestand gingen. Stattdessen gründete er selbst an neuem Standort in Bergen mit zehn Mitarbeitern, gefördert von der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern.

GAMPE.Druck+Medien konzentriert sich auf den Druck von Lebensmittelverpackungen. Schon bei seinen Eltern hatte er Kontakte aufgebaut und die Marktnische erkannt. Mit neuen, digitalen Maschinen spart er Material und Arbeit. Er kann jetzt schnell und mit FSC-Zertifizierung Kleinstauflagen und hohe Auflagen drucken. Übrig gebliebenes Papier verarbeitet er unter dem Namen „paper´s friend“ zu Schreibblöcken. Neben dem Druck können die Kunden sich bei GAMPE.packing außerdem ein Design entwickeln, die Verpackungen gestalten, pfalzen, stanzen und falten lassen. Damit konnte er seinen Kundenstamm ausbauen.

Doch Gampe denkt noch weiter: Von der Konzeption von Corporate Identity, Logo oder Design bis zu Geschäftsausstattung, Werbemitteln oder Webseiten. Kunden auf der Suche nach einem Rundum-Sorglos-Paket bietet er mit GAMPE.business bzw. GAMPE.advertising außerdem den Druck von Visitenkarten, Messewänden oder Give Aways an. Seine Dienstleistungen können auch andere Dienstleister nutzen. Dafür gibt es GAMPE.friends. Und zusammen mit seiner Lebensgefährtin berät er Kunden bei der Kreativagentur Chili Studios schon in der Schöpfungsphase.

Weitere Informationen unter: www.gampe-druck-medien.com, auf Facebook oder YouTube

Sasotec GmbH, Stavern
Oliver Sandmann kommt aus einer pferdebegeisterten Familie. Direkt nach seinem Studium gründete der Elektromeister und Maschinenbauingenieur deshalb 2015 ein Unternehmen, mit dem er in Stavern Laufbänder, Aquatrainer und Solarien für Pferde entwickelt und baut. Damit können sie ihre Muskeln in der Wärme entspannen oder bekommen zusätzliche und gelenkschonende Bewegung. Praktischer Nebeneffekt: Die Pferde produzieren Strom, wenn sie auf den Laufbändern laufen, so dass gleichzeitig Energie und Ressourcen effizient genutzt werden. Die von Sasotec produzierten Produkte bedienen einen Nischenmarkt, sind aber sowohl für Pferdezucht oder -training als auch für die Reha geeignet.

Nach Gründung und erfolgreicher Markteinführung half Sandmann eine Bürgschaft der Niedersächsischen Bürgschaftsbank bei der Festigung seiner Existenz und dabei zu wachsen. So stellte er vier neue Mitarbeiter und einen Auszubildenden ein. Mit seinem Unternehmen sponsert er junge Reiter und unterstützt soziale Projekte, zum Beispiel mit Spendensammlungen.

Mehr auf  www.sasotec.de

Isabella Glutenfreie Patisserie, Düsseldorf
Isabella Krätz leidet unter Zöliakie, verträgt also kein Gluten. Sie machte aus ihrer Not eine Tugend und entwickelte Rezepte für glutenfreie Back- und Konditoreiwaren. Schließlich gab sie ihre Modeboutique auf und gründete 2014 in Düsseldorf Isabella Glutenfreie Patisserie. Dafür machte sie bei der Handwerkskammer eine praktische Prüfung und bekam eine Sondergenehmigung für Herstellung und Verkauf von glutenfreien Backwaren. In einem Ladenlokal verkauft sie seitdem Törtchen und Brote nach eigenem Rezept. Ihr ganzes Sortiment ist glutenfrei, zu 80 Prozent laktosefrei und zu 40 Prozent vegan. Schnell kamen Kunden aus bis zu 200 Kilometer Umkreis zu ihr, über Social Media erreichte die Patisserie neue Zielgruppen. So eröffnete sie schon ein Jahr nach Gründung in der Düsseldorfer Innenstadt ein zweites Geschäft. Als dritter Standort in NRW folgte Aachen.

Mittlerweile kümmert sich ihr Mann um Einkauf und Ladenbau, Sohn Dominic ist nach Abschluss seines BWL-Studiums für Finanzen und Marketing eingestiegen. Schon frühzeitig wollte die Familie die Nachfolge regeln. Dafür übertrug das Ehepaar Krätz 2018 seine Anteile an Dominic. Die Übergabe samt Expansion verbürgte die Bürgschaftsbank NRW. Dazu gehörte auch der Umzug in eine größere Backstube in der Nähe von Düsseldorf. Es wurden neun neue Mitarbeiter eingestellt und das Unternehmen begann mit einem Kassensystem zu arbeiten, dass die komplette Warenbestellung elektronisch steuert und dabei Ferienzeiten und Wetter berücksichtigt. In Planung sind außerdem ein Onlineshop sowie ein Standort in Köln. In Hamburg wurde bereits ein weiteres Geschäft eröffnet, in Frankfurt laufen Gespräche mit gemeinnützigen Werkstätten. Als Teil des sozialen Engagements beschäftigt das Unternehmen schon jetzt Kommissionierer und Fahrer Menschen mit leichter Behinderung.

Weitere Informationen unter:www.isabella-patisserie.de, Facebook und YouTube

K.K.R. GmbH, Mainz
Der gebürtige Kölner Wendelin Johannes Quadt arbeitete lange in der IT-Branche. Seine Leidenschaft gilt aber dem Bier brauen. 2015 begann der Biersommelier in einer Bamberger Brauerei Bier zu brauen, was er in Mainz verkaufte und sich dort einen Kundenstamm aufbaute. So baute er sein Wissen aus. Parallel dazu baute er unterstützt von der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz eine eigene Brauerei in Mainz.

2018 zog die Brauerei Kuehn Kunz Rosen in eigene Räume. Quadt stellte rund 15 Mitarbeiter ein, darunter auch ein Braumeister. Seitdem werden in der offenen Brauerei mit eigener Brauanlage Pils, Helles und Craftbeer gebraut. Kuehn Kunz Rosen braut auch belgische Sorten und kooperiert mit Winzern für die Herstellung von Mischungen aus Bier und Wein. Die Mainzer können alle Biere vor Ort kosten oder sich bei Führungen und Brauereifesten die Produktion ansehen. Die Brauerei verkauft ihre Biere zusätzlich in einem Onlineshop.

Mehr unter: www.kuehnkunzrosen.de, auf Facebook oder Instagram

Vowema GmbH, Neunkirchen
Aus Altersgründen wollte der alleinige Gesellschafter der Vowema 2016 seine Anteile verkaufen. Interessenten aus dem In- und Ausland gab es viele, doch er entschied sich für seine zwei Mitarbeiter Jürgen Müller und Uwe Schonard, die gleich Interesse signalisiert hatten. Bis Mitte 2017 stand die Finanzierung, an der sich auch die Bürgschaftsbank Saarland beteiligte.

Müller und Schonard machten sich selbstständig, übernahmen die Vowema in Neunkirchen und ihre 50 Mitarbeiter. Sie produzieren weiter Spezialwerkzeuge und Roboter-Schweißvorrichtungen für die Automobilindustrie, haben seit Übernahme neue Maschinen angeschafft und erzeugen damit eigenen Strom. Sie recyceln Späne und haben die Beleuchtung auf LED umgestellt. So nutzen sie die Ressourcen noch effizienter, sparen Energie und arbeiten zunehmend digital. Auch in der Medizintechnik konnten sie mit ihren Produkten zwischenzeitlich Fuß fassen.

Die neuen Eigner bauen die Ausbildung aus und legen fördern die Weiterbildung der Mitarbeiter mit Materialien, Ressourcen und Zeit. Auch sozial sind sie sehr engagiert: Sie beschäftigen Menschen mit körperlichen Einschränkungen, unterstützen eine Kinderklinik, statten Schulen oder Vereine aus und haben die Patenschaft für ein Kinderwerk in Afrika übernommen. Mit dem Christlichen Jugenddorf in Homburg/Saar arbeiten sie besonders eng zusammen: Den schwer erziehbaren oder sozial auffälligen Jugendlichen oder kranken Jugendlichen bieten sie Praktika und Ausbildungsplätze an.

Mehr Informationen auf www.vowema.de

IMONTEC Elektrotechnik Landsberg GmbH, Halle
Ende 2015 stieg Karsten Schönhardt als Geschäftsführer bei IMONTEC ein, um das Unternehmen vom alleinigen Eigentümer zu übernehmen, der in den Ruhestand gehen wollte. Er holte sich noch Markus Syrbe dazu. Gemeinsam bauten die zwei Elektrotechnik-Ingenieure Schutz- und Leittechnik als neues Geschäftsfeld auf und kümmerten sich um die Nachfolgefinanzierung. Dafür gründeten sie als Gesellschafter die ImonCo, die die Anteile an IMONTEC hält. Mitte 2017 stand die Finanzierung. Dabei unterstützte auch die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt.

Heute bieten sie großen Energieversorgern für ihre Umspannwerke von der Planung bis zu Montage und Inbetriebnahme alle nötigen elektrotechnischen Dienstleistungen. Seit 2018 arbeitet der Betrieb in Halle mit einer Unternehmenssoftware, mit der sie alle Prozesse vom Angebot über Materialbestellungen bis zur Einsatzplanung digitalisieren konnten. Die Monteure bekommen Einsatzpläne, Informationen zu Projekten und Hilfestellung bei Problemen über ihre Smartphones. An der weiteren Digitalisierung wird gearbeitet.

Das Unternehmen bietet Schülerpraktika und hatte schon mehrere afghanische Jugendliche als Praktikanten. Vereine unterstützt es mit Transportleistungen, Technikspenden, Arbeitskraft oder anderen Geld- und Sachspenden. Viel investieren Schönhardt und Syrbe außerdem in Schulungen und Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter.

Mehr auf www.imontec.de

Dunkel & Sohn Bestattungshaus, Mölln
2018 übernahm der ausgebildete Bestatter Christoph Barck von seinen Eltern das 1924 gegründete Bestattungsunternehmen Karl Dunkel & Sohn. Damit sicherte er sechs Arbeitsplätze und das Unternehmen blieb in der vierten Generation in der Familie. Bei der Finanzierung der Übernahme half ihm eine Bürgschaft der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein.

Er führt die Familientradition und die Tradition des Unternehmens weiter, führte aber auch Neuerungen ein. Neben allen üblichen Bestattungsarten wie Erd-, Feuer- oder Seebestattung bietet er auch Rückholung aus dem Ausland oder Sonderformen wie Diamanten. Auf seiner neuen Internetseite gibt es ein Gedenkportal mit einem Online-Gedenkbuch. Dort finden Kunden nun viele Informationen, zum Beispiel auch eine Checkliste für den Sterbefall oder ein sogenanntes Formalitätenportal, in dem das Bestattungshaus im Todesfall die Sterbeurkunde hochlädt oder sie per E-Mail verschickt. Sie kündigen auch alle Verträge automatisch. Das gehört zum Service, wenn die Kunden einen „digitalen Nachlass“ für die Angehörigen anlegen. Barck gibt sogar eine Abmeldegarantie, falls im Kündigungsfall etwas nicht geklappt hat. Mit diesen Dienstleistungen hebt er sich von Traditionsbetrieben ab.

Weitere Informationen unter: www.bestattungshaus-dunkel.de oder bei Facebook

Freund Ladenbau GmbH, Leinefelde-Worbis
Die Bürgschaftsbank Thüringen kennt das Unternehmen Freund Ladenbau schon seit 1991. Sie verbürgte seitdem mehrere Finanzierungen, mit denen der Betrieb ausgebaut wurde. Die Auftragslage ist gut und die Zahl der Anfragen steigt. Deshalb baut Freund derzeit eine neue Fertigungshalle, mit der in der Region auch neue Arbeitsplätze entstehen. Für die Region engagiert sich das Unternehmen auch bei einem Kinderhospiz oder den Rollstuhlbasketballern.

Noch heute bildet das Unternehmen Tischler aus, der Betrieb selbst hat sich von einer Tischlerei zu einem Ladenbauer entwickelt, der alles aus einer Hand bietet: Von der Planung von Ladeneinrichtungen für Bäckereien, Konditoreien, Cafés, Fleischereien oder Feinkostläden, über Projektmanagement und Einkauf. Bis hin zur Produktion in eigenen Holz-, Glas-, Metallbau- oder Elektrowerkstätten und Montage vor Ort. Seit 2014 vermietet das Unternehmen über die Freund Invest GmbH auch Ladeneinrichtungen.

Hinzu gekommen ist außerdem ein eigener Bereich für Kaffee. Dazu gehören eine eigene Rösterei, eine Barista Schule und ein Showroom, die die Kunden mit Kaffee beliefern oder in der Zubereitung schulen. Gearbeitet wird bei Freund mit CAD, das alle Maschinen untereinander vernetzt. Stammsitz des Unternehmens ist im thüringischen Leinefelde, das Vertriebs- und Abwicklungsnetz erstreckt sich auf ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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